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Der Übeltäter


Jetzt hab ich dich du Übeltäter,
an der Heimat ein Verräter!
Was ich kann dich nicht mitnehm'
wegen deiner Position im System?

Am liebsten würd ich werfen, dich drückend Schuh,
wo hingehört sowas wie du!
In den Abfalleimer, zu den ganzen andern Dreck,
stattdessen blickst mir weiter ins Gesichte keck.

Doch eines Tages, sag ich dir
wirst fallen g'lassen von dem hohen Tier,
das jetzt dich noch tut brav beschützen,
und dann werd ich mich auf dich stürtzen!
Du verdammte Wimper du!


 - Thomas Ogno, 2007


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Der Held


Verlassen tut,
der ganze Mut,
den Helden,
welcher tat vermelden,
er würd das Biest schon töten,
welch's Dorf versetzt in bittre Nöten.

Keiner jemals schneller rannte,
als unser Held der nun erkannte,
dass jenes Biest war ein Verwandte,
nämlich seine Urgroßtante,
und er wusste ganz genau,
man sich nicht anlegt mit jen' Frau.

Unser Held er sagte nur,
er mache noch ein' Einkaufstour,
weil er hat ganz vergessen,
sich zu kaufen was zum Essen.

Doch das Dorf hat nie mehr g'sehn,
den Helden den wir nun verstehn,
und so bleibt's Dorfe weiter doch,
unter Urgroßtantchen's bittrem Joch.


 - Thomas Ogno, 2007


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Evolution


Zu Felsen formt der Staube sich,
Bis er einer Kugel glich,
Heiß wie Lava, tot wie Stein,
sie war steril, sie war ganz rein.

Doch eines Tages dann,
fing es zu regnen an,
und hörte nicht mehr auf,
bis sich Ozean erhob aus seiner Tauf.

Darin keimte dann Leben,
das tat sich dann erheben,
indem es Füß erfand,
um zu erkunden Land.

Folgen tat ein Krieg der Arten,
und Katastrophen um sich scharten,
Sie mischten ständig neu die Karten,
was forderte des Lebens Sparten.

Aus des Lebens verworrnen G'schicht,
trat hervor ein kleiner Wicht,
und kaum hat man nicht aufgepasst,
ist er mit Vorsprung los gerast.

Es war das Säugetier dies Vieh,
dem zugetraut hat keiner nie,
das kaum hat es sich eingwöhnt,
es gleich nach etwas höhrem frönt.

So lief sie ab die Selektion,
und um aufzusetzen sich die Kron,
die Säugetiere sollten schaffen,
sich die schwingend klugen Affen.

Die Natur doch schnell erkannten,
das sie in'd falsche Richtung rannte,
und daher rasch zurück sich wandte,
zurück zum dummen sie sich mahnte.

Natur musste zurück die Stufe,
sich dafür was dümmres schufe,
so entstanden schließlich wir,
entstand der Mensch: halb Aff, halb Tier.


 - Thomas Ogno, 2007


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Birne


Was ist denn das für ein Balast,
der zwischen deinen Schlutern rast?
Ist es wohl ein Abszess,
das langsam dich von oben fress?

Oh, ist wohl dein Kopfe,
hab ich auch nur erkannt am Schopfe.
Oder ist es gar,
eine rießen Warz mit Haar?

Lass das mal untersuchen besser,
vielleicht muss das ja unters Messer.
Passieren viel kann da ja nicht,
wo sitzen tut kein echt Gesicht.


 - Thomas Ogno, 2007


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Verdammt


Den einzig Reim ich nie verwend,
ist jener den doch jeder kennt.
Ist Wort das uns beschreibt die Schmerzen,
und jenes wo sie sind, im Herzen.
Wenn ich das tät, wärs doch gelacht.
Verdammt, hab ichs erst recht gemacht.


 - Thomas Ogno, 2007


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Vergiss mein nicht


Denen die trinken,
will ich noch winken,
ham doch vergessen,
auch was zu essen.

Dann werns verhungern elendig,
zumindest werns nicht all zu dick.
Wenn sie dann stehn vorm jüngst Gericht,
durstig sein sie werden nicht.


 - Thomas Ogno, 2007


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Tausendmal berührt...


Tausendmal rasiert,
tausendmal ist nichts passiert,
tausend und eine Rasur,
und jetzt ist da ne rote Spur,
am Badezimmer Flur.


 - Thomas Ogno, 2007


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Spieglein, Spieglein an der Wand


Dichtlein, Dichtlein,
auf Papier,
sag wer ist der größte hier?
Hier in deinen großen Räumen,
vollgestopft mit wilden Träumen!

Was du wagst es?
Nicht mich sagtest!?
Solch ein Dichtlein, ohne Treue,
wart ich werd dir lehren Reue!

Weil du mich hast so verkannt,
soll es bleiben unbekannt,
welchen Namen du genannt.
Und ich zerreiß auf'd Stelle hier,
dieses unwürdig Papier.


 - Thomas Ogno, 2007


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Der Erschaffene


Was er grad denkt,
wollt ihr wohl wissen,
er denkt warum man ihn so drängt,
nur um erfahren er muss pissen.

Lasst los ihn doch,
hört auf zu fragen,
wie lange noch,
soll's er ertragen?

Er sei nur ein Gedicht Figur,
doch hat nicht er auch recht zu leben?
Ganz einfach und in Ruhe nur,
wollt er doch nie nach höhrem streben.

Drum wolln wir ihn nicht mehr erwählen,
und seine Welt von unsrer trennen,
mit unsern Fragen nicht mehr quälen,
auf das wir ihn nun nicht mehr kennen.


 - Thomas Ogno, 2007


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Qual-len


Mein Fuß einst mit ner Qualle spiel,
was soll ich sagen? Ein "l" zu viel,
im Namen dieser Kreatur,
wie ich nur kurz darauf erfuhr.
Kannst du dir vorstelln wie das schmerzt?
Hätt ichs gewusst ich hätts beherzt,
auf meinen Fuße uriniert,
das hilft nämlich, neutralisiert.


 - Thomas Ogno, 2007


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Letzte Reise


Soll dochs Engelein erklingen,
auf dessen großen Federn Schwingen,
ich die letzte Reise mache,
aus der ich nicht mehr auf erwache.

Obwohl das Ziele ungewiss,
bei mein Beschwerde sich erwies,
sie unstornierbar, welch Betrug,
ich nun muss machen mit den Flug.

Es scheint als wär dies Reis-Büro,
nicht besser als die anders wo.
Würd mich nicht wundern wenn das Service,
sehr zu wünschen übrig lies.

Und lasset euch gesagt sein das,
Es wär der Tropfen der das Fass,
zum überlaufen bringen lass,
wenn ich nicht fliege erste Klass.

Bin ich dann weg, ganz ohne Frist,
jeder Verwandt erleichtert ist:
Naja, selbst wenn er'd Fahrt geniest,
er diesmal keine Fotos schießt.

Dann müssen sie nicht mehr ertragen,
meine Diashows an Tagen,
an denen sie habn bessres vor,
denn ich sing dann im Engels Chor.


 - Thomas Ogno, 2007


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Zur Pornoindustrie


Der Pornofilmchen Titel sind,
das lustigste was ich so find,
und wenn ichs mir genau anseh,
dann ham die auch viel Spaß beim Dreh.

Doch Pornostar sein ist auch Müh,
darfst kommen du doch nicht zu früh.
Besser hats da weiblich G'schlecht,
können täuschen gar nicht schlecht.

Doch auch wenn ich sag Frau hats besser,
liegen sie oft unterm Messer.
Mädchen lass davon die Finger,
ich steh auch auf kleine Dinger.


 - Thomas Ogno, 2007


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Todgesagte leben länger


Todgesagte leben länger,
ist ein guter Grab Aufhänger.
Warn auch seine letzten Worte,
eh er ging durch Petru's Pforte

Hat sich wohl geirrt der Narr,
jetzt ist es endlich ihm auch klar.
War der Weisheits letzter Schluss,
doch des Todes kalter Kuss.

Doch sei als Weiser nicht verletzt,
stirbt Hoffnung immer noch zuletzt.
Aber mit einer Weisheit besser bricht,
Todgesagte leben länger nicht.


 - Thomas Ogno, 2007


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Bei Fragen, Lob, Kritik, Anregungen usw. bitte Email an: ogno@ogno.at