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Todesdämon


Dämon wessen Tod ist dein,
nimm mich mit ins Nichts hinein.
Nimm mich jetzt und nicht viel später,
du, des am Lebens Verräter.

Du kennst nur das ein Versprechen,
welches du niemand tust brechen.
Lös ein, dein meinges an mir,
lös es ein, im Jetzt und Hier.

Komm und zieh mich dorthin mit,
wo niemand weiter Qualen litt.
Wo Freud und Leid ist unbekannt,
in deines Reich, Jenseits genannt.

Quäl mich nicht länger, lass es sein,
lös endlich dein Versprechen ein.
Verrat mich nicht um meines Ende,
auf das ich selbiges bald fände.

Elender, lass mich nicht warten,
spiel sie aus, die Todeskarten.
Zieh mich raus aus jenem Hier,
zieh mich mit, hinaus mit dir.


 - Thomas Ogno, 2007


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Doch du fährst weiter, weiter doch


Bist du denn mehr als bloß ein Affe,
der ständig glaubt, dass er es schaffe,
zu erreichen jenes Glück,
das vor ihm hängt, ein kleines Stück.

siehst du nicht, das Leben hier,
wie es sitzt, gleich hinter dir,
und mit der Stange und der Schnur,
es vor die baumeln lasset nur.

Du trittst und trittst in die Pedale,
doch kommst nicht näher dem Finale,
Schmerzen deine Beine quälen,
wo dir doch eh schon Glück tut fehlen.

Manchmal kurze Pausen machst,
doch weiter fährst sobaldst erwachst,
aus deinem kurzen Kälteschlaf,
um dich zu quälen weiter brav.

Kennst du diese Gedanken leise,
die kommen dir auf deiner Reise?
Du fängst nicht an zu hinterfragen,
obs Sinn macht dieses ganze plagen.

Doch manchmal wenn du einsam ruhst,
oder weiter reisen tust,
dann fragst du dich, wie lange noch,
wie lang halt ich noch aus dies Joch.

Dann träumst du davon abzusteigen,
vom Lebenswege abzuzweigen,
nicht nur kurz, der Pause wegen,
sondern um sich zur Ruh zu legen.

Wie wär das wohl, so ohne Ziel,
ohne Weg der Schmerzen viel?
Doch du fährst weiter, weiter doch,
die nächste Kurve kriegst du noch.


 - Thomas Ogno, 2007


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Das Leben nach dem Tode


Ein Leben nach dem Tode? Nein.
Es wird wie vorm Gebürtlein sein.
So wie wir davor schon mal waren,
werden wir sein nach aufgebahren.

Sei nicht betrübt, kanns dir erklär'n,
Kam sich noch nie jemand beschwer'n.
Nicht vor Geburt, noch nach dem Fort,
Es wird wohl sein, ein gleichgült'g Ort.

Was mag noch besser sein als Himmel's-Leut?
Und als des Teufels neuste Beut?
Das nicht-Gefühl, das nicht bedauern.
Das nicht erinnern, nicht erschauern.

Asch zu Asch und Staub zu Staub,
heut Mensch und morgen schon Herbstlaub.
Wir werd'n nicht im Himmel stehn, 
stattdessen in Erinn'rung gehn.

Du gleichest einem Steine dann,
doch leb solang man leben kann.
Denn Leben kannst du einmal bloß,
den Stein jedoch, wirst nimmer los.

Bewusstsein sei für immer fort,
nur Eindrücke bestehen fort.
In allem lebenden Getier,
sei alles drin, von mir und dir.

Dort wohnen wir, Legenden gleich,
in unserm eignen Geisterreich.
Nicht ich, nicht du, noch sonst irg'ndwer,
doch eines unsrer Abbilder.

Vergessen seien wir schon bald,
ein Baum von viel'n im Menschenwald.
Doch bleiben Fundamente wir,
ja mehr noch, ein klein' Teil von Dir.

Und wenn der letzte Mensch folgt nach,
wir sitzen mit ihm unt' seim Dach.
Dort sterben wir dann alle mit,
in der Menschheits letzter Ritt.


 - Thomas Ogno, 2007


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Das treue Herz Hintergrund-Informationen zum Gedicht


Treues Herz, oh treues Herz,
willst hüten dich vor den Iden des März?
Laufst offnen Auges in das Messer,
mit loyalem Herz doch besser,
als den treu'sten zu misstrauen,
die unser Fundament aufbauen.

Lieber will ich z'grunde gehn,
und dabei ins Gsichte sehn,
den Menschen die ich so sehr liebe,
als wenn ich erst im sterben liege,
mit hundert Jahr für einsam Grab,
weil ich stehts mistrauet hab.

Und wenn du Brutus versetzest Stich,
der legen wird zu Grabe mich,
sei dir gewiss, meine Sohne doch,
ich lieb dich auch im Sterben noch.


 - Thomas Ogno, 2007


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Abschied


Spürst du dies Gefühl von Abschied,
wenn man sich das letzte mal sieht?
Man riecht ihn förmlich diesen Duft,
wie er süßlich tränkt die Luft.

Da steht ihr nun an diesem Orte,
es fallen keine großen Worte.
Fast ists wie immer, ists wie immer,
obwohl man sich danach sieht nimmer.

Der banale Schein der Sonne,
des Regen's plätschern in der Tonne.
Eines Windes schwaches Lüftchen,
der Blumen und der Wiesen Düftchen.

Sie alle sind jetzt nur Kulisse,
wo bald der ein den andern misse.
Noch fühlt sichs an als wärs ein Traum
realisieren kann mans kaum.

Spürst du in dir die Traurigkeit,
die dir ankündigt bald'ges Leid,
das erst sich zeigt wenn man versteht,
das hier jemand für immer geht.

Daran wirst du dich lang erinnern,
noch am Lebensende leise wimmern,
wenn du dich kurz zurück versetzt,
in den Moment, euren zuletzt.

Ihr wünschet euch noch eimal Glück,
dann ist's soweit, gibt kein zurück.
Auf ewig ihr euch nun entzweit,
gegen dies' Leid kein Herz gefeit.

Da bist du nun, ein Ende fand,
die ewig treue, schöne Band'.
Die Welt, sie dreht sich weiterhin,
auf das bald einsam Nacht begin'.

Die Tiere, Menschen, treiben weiter,
ihr Leben mit Gefühlen heiter.
Begreifen sie nicht den Verlust,
der hier begangen werden musst'?

Du wünschest dir, alles wär stummer,
und stehst allein da mit dem Kummer.
Nur einer teilt das gleiche Leid,
doch der nun weg ist, weit, weit, weit.


 - Thomas Ogno, 2007


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Ewig Leben!


Stell dir vor, ich wäre Feh
hast mich befreit aus Kanne Tee.
Nun hättest einen Wunsche frei,
was wäre der, ihn ganz laut schrei.

Ewig Leben!
Welch ein Segen!
Niemals sterben,
nie verderben.

Du Naiver Narr!
Weiter mir erspar,
noch ein Wort aus dein'm Munde,
welch dummen Wunsch du tatest kunde.

Bist du schon ewig hier?
Die Ewigkeit gehört nicht dir,
Sie ist Besitz der Zeit,
von der dir steht begrenzt bereit.

Unvorstellbar wär das Leid,
das mit sich bringt die Ewigkeit.
Kannst Ewig du doch nicht ermessen,
du wärest ewiglich besessen.

Unter endlos Zeit,
auch dein Verstande leid.
Kannst du das begreifen?
selbst halbe Zeit würdst nie erreichen.

Jedes einzelne Versprechen,
müsstest mit der Zeit du brechen,
denn in Unendlichkeit,
selbst sich die Parallele schneid'.

Selbst der Liebe rührigst Gschicht,
würd durch die Ewigkeit vernicht. 
auch Romeo und Julia,
würden sich trennen, wärens noch da.

Wir, die ewig Liebe schworen,
sind nicht zur Ewigkeit erkoren,
das Ewig kann an allem sägen,
drum Liebe würd nie ewig leben.

Doch Liebe will ich nie verraten,
drum will ich auf den Tode warten,
auf das er kommt, wann ich soll gehn,
und meine Lieb ich mit mir nehm.

Der Tode kommt zu uns fatal,
und er des endlos Lebens Qual,
zu unserm Glücke uns erspart,
drum mache mit die letzte Fahrt.


 - Thomas Ogno, 2007


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Ohne Title (Gedicht Nr. 4)


Wir hätten für dich gelogen,
für dich betrogen.
Wir hätten unser Blut für dich gegeben,
unser Augenlicht und unser Leben.
Dennoch bist du gegangen.

Dein Wesen ist erloschen,
wie ein paar stummer Kerzen.
Doch sollst du ewig wandeln,
in allen unsren Herzen.

Wir wollen von dir berichten,
auf das du unvergessen bleibst.
Und im Geiste unsrer Neffen und Nichten,
als Legende weiter reist.

Wenn sie sich dann mit deinem Namen mühen,
und du ihnen deine Taten ersparst.
werden sie dennoch fühlen,
dass du da warst.
Und dein Geist soll noch verankert sein
in dem letzten fest,
der dieses Erdenrund verlässt.

Auf dass du in Frieden ruhst,
und auf ewig lebst.


 - Thomas Ogno, 2007


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