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Der Krieg


Vergräbst du dich,
so sehn sie nicht,
den Gräber der
auf Ruhm verzicht.

Die Erde
ist ein Freund in Not,
genauso
wie ein Heim im Tod.

Ein blutig Acker,
Schall erfüllt,
getränkt mit Angst,
eiskalt gefühlt.

Kein Eck
kann für dich garantiern.
Kein Tag
sicher zum nächsten führn.

Anders erlebt
als letztes Mal
und doch genauso
schwer fatal.

Das ist das Chaos,
Mensch-gemacht.
Nicht vorstellbar,
nicht ausgedacht.


 - Thomas Ogno, 2008


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Ein Herz möcht ich dir schenken


Ein Herze möchte ich dir schenken,
doch nicht das meine, wie du wirst denken.
Nein das deine schenk ich dir,
auf dass es wärmer werde hier.


 - Thomas Ogno, 2007


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Du bist allein


Du bist allein in dieser Welt,
auch wenn dir so das nicht gefällt.
Magst denken dich in einem Menschenchor,
doch trügerisch kommt dir das nur so vor.

Ruf meinen Namen, wo du auch bist,
ich komm und trage dich, egal wie weit es ist.
Ruf meinen Namen, mach ihn zum Gedicht,
heute komm ich, morgen komm ich nicht.

Du bist allein in dieser Welt,
kein Hund der nach dir bellt.
Du bist allein in dichtem Rauch,
du bist allein, denn ich bin’s auch.


 - Thomas Ogno, 2007


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Des Teufels Tanz


Leere in dir,
Leere um dich,
Wie sie füllen?
Wie was fühlen?

Ein lebender Toter,
umgeben von Nichts.
Wartend aufs Messer scharf,
das ja doch nicht kommen darf.

Warum kein eigen Ende dieser Sorgen?
Frag dein Morgen, frag es morgen,
Versuch dem Glücke nicht zu drohen,
vielleicht bist morgen Mutes frohen.

Wenn keine Antwort vom jenen Morgen das ihr fragt,
und fünf vor Zwölf nun Zwölfe schlagt?
Dann warte nochmal fünf Minuten,
denn kommen werden dir die guten.

Wennst vom Leben müde drückest dich,
wirst nie mehr seien traurig oder glücklich,
dann bist erlöst von deiner Qual,
must nicht mehr wandern durch ein Tal.

Was ist besser als Freude und Kummer?
Das Nichts ists wohl, der ewige Schlummer.
Das Ungefühl, die Gleichgültigkeit.
Doch sag was bietet dir die Ewigkeit?

Das Danach mag sein das Paradies.
Das Leben selbst, es ist Verdrieß.
Lieber grausam in der Hölle leben,
als im Himmel ewig Schlafe geben?

Der Teufel ist dein Herrscher hier,
Dein Gott ist unbekannte mir.
Willst feige dich im Nichts verschanzen,
oder doch lieber mit Teufel tanzen?

Dann tanze wild und tanz geschwind,
Tanz als wärst du ewig Kind.
Kannst dein Leben auch nicht befrei'n,
zeig dem Teufel, was es heißt, ein Mensch zu sein.


 - Thomas Ogno, 2007


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El Hintergrund-Informationen zum Gedicht


Das Menschenherz, was es begehrt,
ist einer der ihm All's erklärt.
Nennt El ihn, Gott, Allah und Ra
wied' andre nenn ihn Jehova.

Braucht fassbar in unfassbar Welt,
braucht endlich Raum im Himmelszelt.
Und will doch haben endlos Zeit,
ist fürs Ende nie bereit.

Den Tode er niemals versteht,
will untot sein, selbst wenn er geht.
Braucht Sinn im Leben, Sinn im Sein,
drum gebs ein Gott noch oben drein.

Ein Toter, zwei gar, ist Tragöd.
Millionen Tode? Das ist öd.
Ich wünscht wir könnten nicht vermeiden,
zu spüren jedes einz’lne scheiden.

Bewusstsein schimpfet stolze sich,
was unerfassbar machet dich,
du groß Natur, du Zahlenspiel,
Gesetzen folgend uns zuviel.

Begreift den Wurf nicht, der Mensch ist,
im Zufall sein muss eine List.
Versteh’s doch Mensch, und sei gefeit,
an Sinn grenzt die Sinnlosigkeit.

Leb weiter, leb und gier nach neuem,
das wirst du sicher nie bereuen.
Wenn’st weiter glaubst an Zweck gebannt,
hast die Natur doch schwer verkannt.

Hast Leben wirklich unterschätzt,
wenn’st weiter du auf Suche setzt.
Stell Suche ein, es werde Licht,
sahst Wald vor lauter Bäumen nicht.

Ob Liebe, Tod oder ob Hass,
macht alles Leben aus und das,
ist Sinn in sich und Sinn im Sinne,
drum suche nicht sondern beginne,
und folg dem Strom des Lebens dort,
mal sehn wo es dich führt hinfort.


 - Thomas Ogno, 2007


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Vom fröhlichen Kinde


Das traurigste, dass ich je sah,
war ein kleines Kind,
welches ahnte,
dass es nie alt werden würde.
Dieses Kind war ich.

Das fröhlichste, dass ich je sah,
war ein kleines Kind,
welches wusste,
dass es nie alt werden würde.
Dieses Kind bin ich.


 - Thomas Ogno, 2007


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Völkerbund


Wusstest du, dass ein Fremder dir kann näher sein,
als jemand deines Blutes rein,
der schon ewig wohnt auf deines Boden's Stein,
und nebeneinander liegen euer Ahn' Gebein?

Viele Herzen aus deines Volkes Mit',
würden in deiner Brust, egal wie fit,
nicht einen Schlage von sich lassen,
weil sie nicht zu deinem passen.

Aber jemand and'rer Farbe,
der deines Blutes Gruppe habe,
könnt retten dir das Leben,
wenn er dir sein Blut darf geben.

Glaubst' etwa du sprichst heute,
den Akzent derjenig'n Leute,
die du deine Ahnen nennst,
auch wenn du sie doch garnicht kennst?

Glaubst sie würden hassen dich,
dafür weil du anders? Sprich!
Deine Ahnen zu dir passen,
wie jene die du tust so hassen.

Oder willst du nur mit jenen brechen,
die nicht deine Sprache sprechen?
Weil's nur können ein, zwei Sprachen,
sag, wieviel kann denn dein Rachen?

Doch du hast schon recht,
gibt zweierlei Menschen echt.
Doch teil sie nicht mit Blut und Boden,
kenn ich doch bessere Methoden.

Da gibts die einen,
die haben Angst ohne zu weinen,
stattdessen hassen's dann all jene die,
nicht genauso sind wie sie.

Dann gibts die andern, sind die reifen,
sind all jene die begreifen,
dass die Welt sich stetig wandelt,
und sich's stets um Menschen handelt.

Merkst du, wie ein Fremder dir kann näher sein,
wenn'st hast den Hass mit ihm gemein?
Und wie ich dir doch fremde bin,
weil ich nach Menschlichkeiten sinn?

Daher in Völker teilen wir uns zwei,
nur eines ist vom Hasse frei.
Beide über'd Erde streifend,
Kultur und Farbe übergreifend.


 - Thomas Ogno, 2007


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Familie ist tot! Hintergrund-Informationen zum Gedicht


Familie ist tot,
das ganz banale flüssig rot,
das Blut, ist nicht Familie mir,
einzig passend Spender-Nier'.

Familie, sag was warst du mal,
bevor du schmecktest gar so schal?
Warst Bunde der Mitglieder einte,
in dem Vertrau'n und Liebe keimte?

Familie, sag was bist du heut?
Würfnis vieler einz'lner Leut',
die krampfhaft sich zusammen finden,
doch eigentlich sie nichts tut binden?

Familie ich kenn dich nicht,
bist wenn dann eher lästig Pflicht,
wennst mich so liebst, verdien dir Freundschaft,
solch ein Bund kost' ehrlich Kraft!

Verwenden tust du doch das Bare,
um deinem Kind zu kaufen Ware,
welche von dir selbst steril und rein,
doch freust dich wenn's dir was bastelt, 's Kindelein.

Habt ihr je verstanden,
dass nur sowas aufbaut Banden?
Nicht euer Geld steril,
wovon ihr habt egal wieviel.

Geld kriegt ihr bei Opapa,
bei Tante und bei der Mama.
Nur deine Liebe könns nicht kaufen,
egal wie sehr sie sich drum raufen.

Geld ist das eur' heilig Kuh?
Kein Wunder, dass er drückt der Schuh!
Wenn sich das so verhält,
gut, dann gebt mir euer Geld!
Macht mich zum Diebe,
doch erspart mir eure Liebe!


 - Thomas Ogno, 2007


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Das Leben grinst


Die Augen weit,
keiner schreit,
alles ist so surreal,
kein' Musik, wirkt ganz banal.
du stehst noch da, total benommen,
was ist geschehn, wie ists gekommen?

Du blickst dich um,
kommst vor dir dumm,
begreifst doch nicht,
die ganze G'schicht.

Berichtet hat man sowas dir,
doch vorstellen konntest dir's nie hier.
Im Fernsehn hast du's oft gesehn,
doch nun ist es auch dir gescheh'n?

Gerade noch war alles klar,
bevor es so wie nun lag dar.
Doch nun bist du ganz ohne Warnung,
gerissen worden aus des Leben's friedlich Tarnung.

Ein Bild vom Leben hattest du,
das hier, das passt nicht dazu,
und nun findest dich nicht mehr z'recht,
in dieser Welt, was ist gerecht?

Das anderen sowas passiert,
das war dir klar und hast kapiert,
aber nicht dir, doch nicht dir selbst,
obst's jetzt noch für unmöglich hältst?

Der Schock gibt langsam Sinne frei,
nun hörst du auch erstes Geschrei.
ein Schleier lichtet sich vor deinen Augen,
du weißt es ist kein Traum, doch sollst du's glauben?

Das Leben dir gehässig grinst,
ins Angesicht und du beginnst,
zu versteh'n, es war schon immer,
da und so und oft noch schlimmer,
hinter seines Glücke's Flimmer,
und jemals anders wird es nimmer.


 - Thomas Ogno, 2007


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Was wenn man nichts sagt?


Was wenn man nichts sagt?
Was wenn man nichts sagt?
Was wenn man nichts sagt?

Was wenn niemand spricht?
Was wenn niemand spricht?
Was wenn niemand spricht?

Was wenn da nichts ist?
Was wenn da nichts ist?
Was wenn da nichts ist?



 - Thomas Ogno, 2007


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Erinnerung bist meine


Erinnern will ich mich an dich,
so wie wir da stehn, du und ich.
Kein Foto und kein andres Bilde,
können einfangen das wilde
toben des Leben's G'fühle
sondern nur das Abbild kühle.

Die Erinnerung lebt fort,
noch lange nach dem letzten Wort.
Ein Bild sagt vielleicht tausend Worte,
doch dennoch bleibst du immer forte.


 - Thomas Ogno, 2007


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Der Jugend die Zukunft


Jugend dränge,
vorwärts renne,
hab kein Respekt,
vor dem der deckt,
bestehn'd System,
versuchs zu drehn.

Selbst wenn du scheiterst,
du damit die Welt erweiterst.
Und deine Jugend folge dir,
doch nicht auf deinen Spuren hier,

Wird sie sich ihren Weg schon finden,
und dirs auf deine Nase binden,
so wie die Jugend immer war,
schön und unberechenbar.


 - Thomas Ogno, 2007


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Subjektivität


Sag mir, lebst du eine Lüge?
Auf dast dich selbst betrüge.
Nicht um jemand anders Willen,
doch Anspruch auf Realität zu stillen.

Die objektive Wirklichkeit,
ist unser viel zu großes Kleid.
Sie ist nicht fassbar,
so macht sie passbar.

All Wahrnehmung ist subjektiv,
die Realität, wie sie auch lief,
wie sie auch fällt,
jeder hat sein eigne Welt.

Erste, dritte, zweite,
Armut, Glück und Leide,
Schmerzen, Wehmut, Friede,
Hass, Freude und Liebe.

Näher als du fürchtest liegen sie,
in der Objektivitäte die,
nicht existiert für unser schlicht,
nur was wir fühlen, mehr schon nicht.

Kennst diese Schübe,
wenn dir deine Lüge,
nur kurz zusammenfällt,
und deinen Geist erhällt.

So hell dann scheint,
das man fast weint,
weint vor Erleuchtung,
der eignen Heuchlung.

Drum schnell zurück,
in Dunkelheit verdrück,
wo alles seinen Sinn macht,
und Absolut verhüllt von Nacht.

Wir richtens uns schön heimelich ein,
was unsre Realität soll sein,
auf das sich alles Füge.
Sag mir, lebst du eine Lüge?


 - Thomas Ogno, 2007


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Moralisch


Was ist Moral?
Ganz banal,
wenn du hast Wahl,
zu tun das Rechte,
und nicht das Schlechte?

Verschiedne Zeiten,
verschieden leiten,
Diskussion die diesige,
so erhalten rießige,
Unterschiede wir in Äonen,
zwischen Zivilisationen.

Drum wenn du rückblickst auf Geschichte,
passe auf und nicht gleich richte,
Menschen die nicht warn wie dein,
und mit ihrm Gewissen rein.

Das Sklaventum, abscheulich Rom,
war wie im Mittelalter Thron,
Teil des Denkens, Teil der Zeit,
die Menschheit dachte niemals weit.

Drum in Beschendenheit dich übe,
Zukunft wird dich strafen Lüge,
wenn du glaubst wir sind perfekt,
wirst schon sehn wies Zukunft rekt.

Vielleicht kommt wieder alte Zeit,
die nicht versteht was uns verleit,
zur Freiheit und zum Fragen hat,
und was die Menschheit glauben tat.

Es kann auch kommen ganz was neues,
Menschheit die versteht nicht eures,
das unbekümmert Menschen lungern,
wenn anderswo sie tun verhungern.


 - Thomas Ogno, 2007


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Andere Zeiten


Du großer Herr
wir fürchten sehr,
unser Versagen,
welches wir dir klagen,
denn wir bangen,
es mag nicht langen,
unser Essen,
welches wird vergessen,
vom Himmels Regen,
drum gib uns Segen.

Helfe unserm Volk in Not,
und gib uns bitter nötig Brot,
wolln stärken dich mit heißer Glut,
von dieser Jungfrau's heilig Blut.


 - Thomas Ogno, 2007


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Namenloser


Um dich herum Tode einschlagen,
du überlegst, sollst du was wagen,
oder möglichst dich verkleinern,
um unbemerkt hier zu versteinern.

Mehr kann dein Verstand nicht geben,
willst doch nur eins: überleben.
Hier hilft kein Training und kein Schicksal,
der Zufall sagt obs wird fatal.

Jetzt ists egal welch Mensch du bist,
ob ich, ob du, ob Pianist.
Wer jetzt die falsch Entscheidung wählt,
dessen Geschicht wird nie erzählt.

Wer hier nicht sitzt, dem Tod so nah,
der niemals auch nur knapp erfahr,
das Skuril an dieser Welt,
wie leicht so wertvoll Leben fällt.

Und hinterm nächsten Meer,
Das Leben wertvoll ist so sehr,
dass bei jedem Tode Trauer groß,
wärendst hier bist namenlos.


 - Thomas Ogno, 2007


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Schiffsbrüchige


Die Welt als solche ist skuril,
Liebe, Glaube, Hoffnung, Tod,
für unsern Verstand viel zu viel.
Wir sitzen all in einem Boot.

Wir sitzen all in einem Boot.
Jed' einzelner auf seinem Floß,
dem Rettungsboot in seiner Not,
gemeinsam wärn wir rießen groß,

Doch fehlen uns die Schnüre,
um unsre Schiffchen zu verlinken,
und so verdammt noch einmal spüre,
wenn wieder einmal welche sinken.


 - Thomas Ogno, 2007


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Was ist Vernunft?


Ist Morde nicht dem Morde gleich,
wenn Opfer darliegt kreidebleich?
Er kämpft aus Notwehr oder Zwang,
und doch mit dem Gewissen rang.

Die Angst im Nacken, wirst du sterben?
Wirst dus packen, wirst verderben?
Hast Chaos einst ins Aug gesehen,
wird es nie mehr wegge gehn.

Warst dem Chaos Angesicht,
ists dir klar, gibt Helden nicht.
Gibt nur Tote und Schicksale,
in jedem heiß umkämpften Tale.

Die Natur ist mitten drinn,
doch ihr entgeht komplett der Sinn.
Sie machet weiter, nicht versteht,
wenn Mensch und Mensch Leben verräht.

Da kämpfest du, um Leb und Tod,
Doch Autos bleiben stehn bei rot,
in andern Teilen dieser Welt,
wo Zivilisation noch gelt.

Für deine Kameraden rennst,
die du doch erst durch Kriege kennst.
Setzt Leben ein für eure Band,
oder wars fürs Vaterland?

Bist Bauer nur, beschönigt noch,
im wahren Spiel der König doch.
Das einzig Spiel ganz ohne schummeln,
in demst dich must ums Leben dummeln.

Hat keine Regeln jenes Spiel,
ist alls erlaubt, bleibt keinem viel,
an Einspruch, Fairness oder Auszeit,
musst sein zum sterben stets bereit.

Nun kennst das Chaos, was wenns vorbei?
Willst gliedern dich zurück in Reih,
der Menschen die doch wirklich meinen,
du wärst mit eurer Welt im reinen?

Du kennst nun beid absurde Welten,
in einer keine Regeln gelten.
Da du nicht kannst begreifen voll,
ich weiß nicht wies wer andrer soll.

Skuril kann man das nur noch nennen,
an einem Ort ums Leben rennen,
wo anders einen Kaffee trinken,
und in Phantasie versinken.

Die Welt ist schön, und sie ist grausam,
jeder weiß dem sie Verstand nahm.
Die Welt ist nicht erfassbar Ding,
wers hat versucht zu Grunde ging.

Nun stell dich auf, in einer Reih,
fürs Vaterland, was das auch sei.
Schau lieber zu, dast Liebe schützt,
sonst hat dein Leben andrer gnützt.

Doch halt, zu lange nachgedacht,
an der Front in dieser Schlacht.
Dein Leben wurde auserkoren,
bist zum Helden nun geboren.


 - Thomas Ogno, 2007


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Ohne Title (Gedicht Nr. 14)


Hast Recht auf Leben und auf Brot,
doch hast kein Recht auf deinen Tod.
Zum Leben wirst du zwangsbeglückt,
und willst du sterben, bist verrückt.

Das Leben sollt doch Wunder sein,
doch manchmal ist es Wunder kein,
wenn Menschen sich nach Tode sehnen,
das Leben wolln aus ihren Venen.

Der Schritt er sei wohl gut durchdacht,
und nicht getroffn in einer Nacht.
Doch welch Instanz schätzt höher sich,
als die des eigenen, deinem Ich.


 - Thomas Ogno, 2007


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Der Nomade


Versuch das Glück nicht zu forcieren,
wirst es so doch nur schnell verlieren.
Mach keine Pläne, Trugbild gleich,
sonst zspringts wie Glas, wär Scherben reich.

Lass dich vom Fluss des Lebens tragen,
kannst dich an dessen Reichtum laben.
Halt dich nicht fest an dessen Steine,
und steh nicht auf, auf deine Beine.

Bleibst wie Nomad, weichst aus den Dürren,
wird dich das Flussbett weiter führen.
So kannst du besserlich entrinnen,
den Unglücken die andre fingen.


 - Thomas Ogno, 2007


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