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Doch du fährst weiter, weiter doch


Bist du denn mehr als bloß ein Affe,
der ständig glaubt, dass er es schaffe,
zu erreichen jenes Glück,
das vor ihm hängt, ein kleines Stück.

siehst du nicht, das Leben hier,
wie es sitzt, gleich hinter dir,
und mit der Stange und der Schnur,
es vor die baumeln lasset nur.

Du trittst und trittst in die Pedale,
doch kommst nicht näher dem Finale,
Schmerzen deine Beine quälen,
wo dir doch eh schon Glück tut fehlen.

Manchmal kurze Pausen machst,
doch weiter fährst sobaldst erwachst,
aus deinem kurzen Kälteschlaf,
um dich zu quälen weiter brav.

Kennst du diese Gedanken leise,
die kommen dir auf deiner Reise?
Du fängst nicht an zu hinterfragen,
obs Sinn macht dieses ganze plagen.

Doch manchmal wenn du einsam ruhst,
oder weiter reisen tust,
dann fragst du dich, wie lange noch,
wie lang halt ich noch aus dies Joch.

Dann träumst du davon abzusteigen,
vom Lebenswege abzuzweigen,
nicht nur kurz, der Pause wegen,
sondern um sich zur Ruh zu legen.

Wie wär das wohl, so ohne Ziel,
ohne Weg der Schmerzen viel?
Doch du fährst weiter, weiter doch,
die nächste Kurve kriegst du noch.


 - Thomas Ogno, 2007


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