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Die Kupferstatue


Ich liebe dich,
und du liebst mich.
Seit Tagen wir dies tun,
ja schon seit Wochen nun.

Dies ist der Liebe erster Akt,
welch endet vielleicht mit dem Pakt,
geschrieben oder ungeschrieben,
auf das wir länger z'amme blieben.

Ein Leben ohne dich,
ist schließlich jetzt für mich,
Unvorstellbar geworden,
fast würd ich eher morden.

Doch kommen wird der Tag,
der von uns mehr verlangen mag,
als Gefühl der Schmetterlinge,
welchs mit den Zeiten doch abklinge.

Was dann übrig bleibt wenn Zeit,
der Statue entfernt das samtene Kleid,
muß aufgebaut sein grundsolide,
auf unserer einander Liebe.

Grünspan wirds mit Zeit benetzen,
dies Statue auf welch sich Tauben setzen,
drum will ich's stetig putzen,
und niemals sie abnutzen.

Und bevor einer von uns denkt,
dass Langeweile ihn befängt,
beim Anblick dieses ewig Gleichen,
soll allein das putzen noch nicht reichen.

Täglich neu erfinden will ich's,
ein nie vollendet Kunstwerk nenn sich's,
Und vielleicht herum ich damit schlage,
mich bis ans Ende uns'rer Tage.

Auf das wir entweder in Frieden scheiden,
mit vollendet Kunstwerk von uns beiden,
welch's gefertigt sein wird ohne Groll,
und nicht vergessen werden soll,

Oder wir hinterlassen Welt,
etwas das ewig steht und niemals fällt,
ein Meisterwerke unvollendet,
so wunderschön, es jeden blendet.


 - Thomas Ogno, 2007


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