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Völkerbund


Wusstest du, dass ein Fremder dir kann näher sein,
als jemand deines Blutes rein,
der schon ewig wohnt auf deines Boden's Stein,
und nebeneinander liegen euer Ahn' Gebein?

Viele Herzen aus deines Volkes Mit',
würden in deiner Brust, egal wie fit,
nicht einen Schlage von sich lassen,
weil sie nicht zu deinem passen.

Aber jemand and'rer Farbe,
der deines Blutes Gruppe habe,
könnt retten dir das Leben,
wenn er dir sein Blut darf geben.

Glaubst' etwa du sprichst heute,
den Akzent derjenig'n Leute,
die du deine Ahnen nennst,
auch wenn du sie doch garnicht kennst?

Glaubst sie würden hassen dich,
dafür weil du anders? Sprich!
Deine Ahnen zu dir passen,
wie jene die du tust so hassen.

Oder willst du nur mit jenen brechen,
die nicht deine Sprache sprechen?
Weil's nur können ein, zwei Sprachen,
sag, wieviel kann denn dein Rachen?

Doch du hast schon recht,
gibt zweierlei Menschen echt.
Doch teil sie nicht mit Blut und Boden,
kenn ich doch bessere Methoden.

Da gibts die einen,
die haben Angst ohne zu weinen,
stattdessen hassen's dann all jene die,
nicht genauso sind wie sie.

Dann gibts die andern, sind die reifen,
sind all jene die begreifen,
dass die Welt sich stetig wandelt,
und sich's stets um Menschen handelt.

Merkst du, wie ein Fremder dir kann näher sein,
wenn'st hast den Hass mit ihm gemein?
Und wie ich dir doch fremde bin,
weil ich nach Menschlichkeiten sinn?

Daher in Völker teilen wir uns zwei,
nur eines ist vom Hasse frei.
Beide über'd Erde streifend,
Kultur und Farbe übergreifend.


 - Thomas Ogno, 2007


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