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Abschied


Spürst du dies Gefühl von Abschied,
wenn man sich das letzte mal sieht?
Man riecht ihn förmlich diesen Duft,
wie er süßlich tränkt die Luft.

Da steht ihr nun an diesem Orte,
es fallen keine großen Worte.
Fast ists wie immer, ists wie immer,
obwohl man sich danach sieht nimmer.

Der banale Schein der Sonne,
des Regen's plätschern in der Tonne.
Eines Windes schwaches Lüftchen,
der Blumen und der Wiesen Düftchen.

Sie alle sind jetzt nur Kulisse,
wo bald der ein den andern misse.
Noch fühlt sichs an als wärs ein Traum
realisieren kann mans kaum.

Spürst du in dir die Traurigkeit,
die dir ankündigt bald'ges Leid,
das erst sich zeigt wenn man versteht,
das hier jemand für immer geht.

Daran wirst du dich lang erinnern,
noch am Lebensende leise wimmern,
wenn du dich kurz zurück versetzt,
in den Moment, euren zuletzt.

Ihr wünschet euch noch eimal Glück,
dann ist's soweit, gibt kein zurück.
Auf ewig ihr euch nun entzweit,
gegen dies' Leid kein Herz gefeit.

Da bist du nun, ein Ende fand,
die ewig treue, schöne Band'.
Die Welt, sie dreht sich weiterhin,
auf das bald einsam Nacht begin'.

Die Tiere, Menschen, treiben weiter,
ihr Leben mit Gefühlen heiter.
Begreifen sie nicht den Verlust,
der hier begangen werden musst'?

Du wünschest dir, alles wär stummer,
und stehst allein da mit dem Kummer.
Nur einer teilt das gleiche Leid,
doch der nun weg ist, weit, weit, weit.


 - Thomas Ogno, 2007


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