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Der Erimit


Wie oft gewunschen schon,
ich eines Erimiten gleiche wohn.
Abgeschirmt von dieser Welt,
ganz allein in meinem Zelt.

Dann alle Kommunikation,
ich einstell zu des Mittels Lohn.
Ein Schmerz durch meinen Körper fährt,
weil Einsamkeit und Ruh einkehrt.

Der Schmerz zeigt mir ich bin noch da,
ob andre Abstinenz nehm wahr?
Vielleicht fühln sie dann endlich auch,
den Schmerz in dem ich endlos tauch.

Doch denken sie sich nichts dabei,
und selbst wenn doch, wär ich dann frei?
Geteiltes Leid ist halbes Leid,
doch am End dich nicht befreit,
von deinen eignenen Höllenqualen,
für die du musst allein bezahlen.

Zieh dich zurück oh kranker Geist,
vielleicht du Welt ein Dienst erweist,
je losgelöster du dann bist,
um näher an der Welten Trist,
hinab zu steigen und dann dort,
hinaus zu ziehen, weit, weit fort.


 - Thomas Ogno, 2007


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