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Was ist Vernunft?


Ist Morde nicht dem Morde gleich,
wenn Opfer darliegt kreidebleich?
Er kämpft aus Notwehr oder Zwang,
und doch mit dem Gewissen rang.

Die Angst im Nacken, wirst du sterben?
Wirst dus packen, wirst verderben?
Hast Chaos einst ins Aug gesehen,
wird es nie mehr wegge gehn.

Warst dem Chaos Angesicht,
ists dir klar, gibt Helden nicht.
Gibt nur Tote und Schicksale,
in jedem heiß umkämpften Tale.

Die Natur ist mitten drinn,
doch ihr entgeht komplett der Sinn.
Sie machet weiter, nicht versteht,
wenn Mensch und Mensch Leben verräht.

Da kämpfest du, um Leb und Tod,
Doch Autos bleiben stehn bei rot,
in andern Teilen dieser Welt,
wo Zivilisation noch gelt.

Für deine Kameraden rennst,
die du doch erst durch Kriege kennst.
Setzt Leben ein für eure Band,
oder wars fürs Vaterland?

Bist Bauer nur, beschönigt noch,
im wahren Spiel der König doch.
Das einzig Spiel ganz ohne schummeln,
in demst dich must ums Leben dummeln.

Hat keine Regeln jenes Spiel,
ist alls erlaubt, bleibt keinem viel,
an Einspruch, Fairness oder Auszeit,
musst sein zum sterben stets bereit.

Nun kennst das Chaos, was wenns vorbei?
Willst gliedern dich zurück in Reih,
der Menschen die doch wirklich meinen,
du wärst mit eurer Welt im reinen?

Du kennst nun beid absurde Welten,
in einer keine Regeln gelten.
Da du nicht kannst begreifen voll,
ich weiß nicht wies wer andrer soll.

Skuril kann man das nur noch nennen,
an einem Ort ums Leben rennen,
wo anders einen Kaffee trinken,
und in Phantasie versinken.

Die Welt ist schön, und sie ist grausam,
jeder weiß dem sie Verstand nahm.
Die Welt ist nicht erfassbar Ding,
wers hat versucht zu Grunde ging.

Nun stell dich auf, in einer Reih,
fürs Vaterland, was das auch sei.
Schau lieber zu, dast Liebe schützt,
sonst hat dein Leben andrer gnützt.

Doch halt, zu lange nachgedacht,
an der Front in dieser Schlacht.
Dein Leben wurde auserkoren,
bist zum Helden nun geboren.


 - Thomas Ogno, 2007


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