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El Hintergrund-Informationen zum Gedicht


Das Menschenherz, was es begehrt,
ist einer der ihm All's erklärt.
Nennt El ihn, Gott, Allah und Ra
wied' andre nenn ihn Jehova.

Braucht fassbar in unfassbar Welt,
braucht endlich Raum im Himmelszelt.
Und will doch haben endlos Zeit,
ist fürs Ende nie bereit.

Den Tode er niemals versteht,
will untot sein, selbst wenn er geht.
Braucht Sinn im Leben, Sinn im Sein,
drum gebs ein Gott noch oben drein.

Ein Toter, zwei gar, ist Tragöd.
Millionen Tode? Das ist öd.
Ich wünscht wir könnten nicht vermeiden,
zu spüren jedes einz’lne scheiden.

Bewusstsein schimpfet stolze sich,
was unerfassbar machet dich,
du groß Natur, du Zahlenspiel,
Gesetzen folgend uns zuviel.

Begreift den Wurf nicht, der Mensch ist,
im Zufall sein muss eine List.
Versteh’s doch Mensch, und sei gefeit,
an Sinn grenzt die Sinnlosigkeit.

Leb weiter, leb und gier nach neuem,
das wirst du sicher nie bereuen.
Wenn’st weiter glaubst an Zweck gebannt,
hast die Natur doch schwer verkannt.

Hast Leben wirklich unterschätzt,
wenn’st weiter du auf Suche setzt.
Stell Suche ein, es werde Licht,
sahst Wald vor lauter Bäumen nicht.

Ob Liebe, Tod oder ob Hass,
macht alles Leben aus und das,
ist Sinn in sich und Sinn im Sinne,
drum suche nicht sondern beginne,
und folg dem Strom des Lebens dort,
mal sehn wo es dich führt hinfort.


 - Thomas Ogno, 2007


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