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Oh süße Depression Hintergrund-Informationen zum Gedicht


Oh süße Depression, oh meine
was hab ich dir getan, dass deine
Fänge mich nicht los lass wolln,
würd ich doch gern vor Freude tolln.

Bist Krankheit anders als die Massen,
schwer zu messen, schwer zu fassen.
Anstatt Blutwunde, zugefügt,
bin ich die Wunde, unbetrübt.

Seh ich von außen traurig aus,
bin ich ein armer Mitleids Schmaus.
Versteck ich dich, tief in mir drinn,
kann ich dir doch auch nicht entrinn.

Quälst mich in d'Nacht, quälst mich am Tage,
Wann quälst mich nicht, stellt sich die Frage?
Will manchmal schlafen, für kurz für immer,
nur solang bist du quälst mich nimmer.

Für immer schlafen, schwer Entscheid,
will nicht mehr spürn die Einsamkeit.
Am Ende ist's doch kleiner Schritt,
welch Ironie, bei solch groß Bitt.

Der Kampf scheint fast unendlich schier,
bist du doch auch ein Teil von mir.
Werd Stund um Stund 'gen dich marschieren,
darf nicht ein einzges mal verlieren.

Zum Gwinn verdammt bei jeder Schlacht.
Doch selbst Napolen mit all sein' Macht,
hat irgendwann sein Waterloo,
dann müst ich gehn, nach St. Helen.


 - Thomas Ogno, 2007


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